Historie

Erstmals haben - so ist es überliefert - im November 1828 insgesamt 18 Herren aus gutem Hause gewettet, ob die Weser bis zum 4. Januar 1829 morgens vor Sonnenaufgang, zugefroren oder zum Stehen gekommen sei. Gewettet wurde um einen „vaterländischen Kohl mit Zubehör“.

Wer gewonnen hat, ist tatsächlich nicht bekannt. Aber es ist eigentlich auch egal. Die illustre Gesellschaft verzehrte nämlich noch am Tag der Eiswettprobe gemeinsam und in trauter Eintracht den Wetteinsatz. Und beschloss "beim Becherklange", die Wette für das folgende Jahr zu erneuern. Sie ahnten damals nicht, dass die Eiswette sogar Jahrhunderte überstehen sollte. 

Der Umzug des Eiswettfestes in die „Glocke“, die zunächst ungewisse Zukunft der Eiswette nach dem Zweiten Weltkrieg und die vielen Anekdoten rund um Präsidenten und Ehrengäste - all das sind durchaus wissenswerte Details aus der langen Geschichte der Eiswette.

Aber fast 200 Jahre Eiswette wären an dieser Stelle einfach zu viel des Guten. Darum sei der Hinweis auf das Buch „Die Eiswette von 1829“ von Hermann Gutmann und Jochen Mönch erlaubt, das in der Edition Temmen erschienen ist und die Geschichte der Eiswette en detail und sehr lesenswert erzählt.