BREMEN LEBT UND LIEBT SEINE TRADITIONEN
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Die Eiswette

Bremen hat das, was andere Städte nicht haben: die Eiswette. Jedes Jahr wird gewettet, ob die Weser am 6. Januar zugefroren ist oder nicht. Was vor fast 200 Jahren als lustige Idee Bremer Kaufleute begann, hat sich zu einem einzigartigen gesellschaftlichen Ereignis entwickelt.
Zum Eiswettfest jeweils am dritten Samstag im Januar sind rund 800 Gäste geladen, um bei einem schmackhaften Kohl- und Pinkel-Essen zu feiern und Spenden zugunsten der Seenotretter (DGzRS) zu sammeln.

Die Seenotretter

Sie fahren raus, wenn andere reinfahren: Die Seenotretter (DGzRS) sind rund um die Uhr und bei jedem Wetter im Einsatz, um Schiffbrüchige zu retten. Allein in 2020 wurden bei mehr als 1.700 Einsätzen knapp 360 Menschen gerettet.
Mit einer Crew aus 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 800 Freiwilligen sind die Seenotretter auf Nord- und Ostsee unterwegs. Lebensrettende Einsätze, die fast ausschließlich durch Spenden finanziert werden. Die größte Einzelspende wird alljährlich beim Eiswettfest gesammelt.

Die Historie

Erstmals haben – so ist es überliefert – im November 1828 insgesamt 18 Herren aus gutem Hause gewettet, ob die Weser bis zum 4. Januar 1829 morgens vor Sonnenaufgang, zugefroren sei oder nicht. Der Wetteinsatz war ein gemeinschaftliches Kohlessen. Diese Wette wird seitdem alljährlich wiederholt.
Seit 1928 findet die Eiswettprobe immer am 6. Januar am Weserdeich mit einer traditionellen Zeremonie statt. Ebenfalls seit 1928 werden die Spenden beim Eiswettfest zugunsten der Seenotretter gesammelt.