Schneider

Der Schneider wurde erstmals im Protokoll von 1862 erwähnt, aus dem Jahr gibt es zudem eine Zeichnung mit dem Titel „Der Schneider geht polizeiwidrig über die Weser.“ In den folgenden Jahren wurde er aber nur sporadisch genannt, 1869 soll er zum Beispiel den Ausgang der Wette verkündet haben.

Sicher ist, dass der Schneider im Jahr 1928 seinen ersten großen Auftritt bei der Eisprobe hatte und seitdem eine wichtige Persönlichkeit der Eiswette ist. Gemäß den Statuten muss er genau 99 Pfund wiegen und mit einem heißen Bügeleisen in der Hand die Weser trockenen Fußes überqueren - nur dann „steiht de Werser“. Zudem ist der Schneider bekannt für sein loses Mundwerk, es wird durchaus erwartet, dass er frech und aufmüpfig daher kommt und in seinen Wortgefechten mit dem Präsidium insbesondere die Politik aufs Korn nimmt. Auch beim Eiswettfest ist er zusammen mit Frau Weser dabei, wenn die Novizen ihren Schwur mit dem Zeigefinger auf dem Bügeleisen ablegen und die Jubilare geehrt werden.