Launiges

Die Eiswette macht vor allem eins: Spaß. Aber dabei ist sie definitiv nichts für zart besaitete Seelen. Es gehört vielmehr zum guten Ton dazu, dass bei sämtlichen Reden Ernstes und Heiteres vermischt und auch mal verbal ausgeholt wird. Allerdings immer auf Augenhöhe und nie unter der Gürtellinie. Das gilt auch für den Kabarettisten - einer der ganz wenigen Herren an diesem Abend, der offiziell ohne Frack oder Smoking auf die Bühne darf.

Es folgen kleine Kostproben guter Laune - ganz aktuelle und auch ein paar aus dem Archiv. In ungeordneter Reihenfolge, aber auf jeden Fall zur allgemeinen Erheiterung. 

Der erste Kohl wurde bereits 400 Jahre vor Christus nachgewiesen und zwar in Griechenland. Die Griechen haben damals geglaubt, mit Grünkohl die Folgen von Trinkgelagen vertreiben zu können. Uns Bremern ist heute die gesicherte Erkenntnis zu verdanken, dass durch den Kohl erst solche Trinkgelage begründet werden.

Dr. Patrick Wendisch, Präsident

Bundeskanzlerin Merkel hat sogar mal angerufen und nachgefragt, ob das denn jetzt ernst gemeint sei. Das ist die höchste Stufe der Merkelschen Eskalationsskala.

Thomas Röwekamp, Notarius Publicus

Bei Wetten dass? konnte man darauf wetten, ob einer durch Lecken an den Buntstiften die Farbe erkennen kann. Das können wir bei der Eiswette schon seit 186 Jahren mit dem Wein. Der ist nämlich rot und weiß, meistens rot.

Dr. Patrick Wendisch, Präsident

So erfuhr ich, dass ich mit Smoking erscheinen müsse. Diese Kleidervorschrift hat die Rentierlichkeit der Anschaffung meines Smokings vor etlichen Jahren auf einen Schlag verdoppelt und außerdem zum Erwerb einer Zweitfliege geführt.

Münchens Altoberbürgermeister Christian Ude

Während die Pinguine früher etwas herablassend auf den Volksstamm in Sepplhosen herabblickten, fragt sich der  Bayer heute, ob das Bremer Hochschulwesen die Fortsetzung des antiautoritären Kindergartens mit anderen Mitteln ist.

Münchens Altoberbürgermeister Christian Ude

Die wollen hier tatsächlich flächendeckend Tempo 30 einführen. Sie befinden sich - meine Herren - fast schon im Entschleunigungsparadies. 

Dr. Patrick Wendisch, Präsident 

Wenn man die Hinrunde betrachtet, dann waren die Spiele im Weserstadion, um mit Atze Schröder zu sprechen, keine Stadionbesuche sondern eher Elendstourismus. 

Klaus Ziegler, Schatzmeister

Mit völligem Unverständnis begegnet der staatstragende Teil des Freistaats der ärgerlichen Tatsache, dass off-shore-Anlagen nur im Meer errichtet werden können, obwohl Bayern gar kein Meer hat. Dies wird als Ungerechtigkeit empfunden, die es durchaus mit dem Länderfinanzausgleich aufnehmen kann.

Münchens Altoberbürgermeister Christian Ude