Kulinarisches

Für die Gäste nur das Beste - da wird auch bei der Eiswette keine Ausnahme gemacht. Kurz vor Beginn des Eiswettfestes probieren (v.l.) Stephan Zielinski (Koch, Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen), Sekretarius Jürgen Albrecht, Constanze Neuhörl (Hoteldirektorin, Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen) und Stefan Bellinger (Zeremonienmeister) den Kohl. Das ist wichtig, schließlich hat Bremen durchaus einen Ruf zu verlieren. 

Denn Bremen ist eine Kohl-und-Pinkel-Stadt und dieser Titel ist durchaus als Auszeichnung zu verstehen. Kohl und Pinkel ist das Nationalgericht der Bremer und - mit wenigen Ausnahmen - seit 1829 auch das Gericht der Eiswette.

Der Kohl ist ein veritabler Grünkohl, der aber in Bremen nach wie vor Brauner Kohl heißt. Pinkel ist "ein Gemisch von gequollener Grütze und Fettwürfeln, stark gepfeffert in Därme gefüllt". Das mag für auswärtige Gäste etwas befremdlich klingen, ist aber tatsächlich einfach lecker. Alternativ wurde Pinkel auch schon mal als "cerealienhaltige Kochwurst" bezeichnet. Zu dem weiteren "Zubehör", wie es die Eiswette fordert, gehören Kartoffeln, Kochwurst, Kassler und ein Stück Bauchspeck.  

Während des gut sechsstündigen Essens werden auch noch weitere Bremer Speisen gereicht: Hochzeitssuppe, Fischteller und Rote Grütze mit Vanillesoße gehören ebenso fest zum Menü dazu.